Letztes Feedback

Meta





 

Uganda 3

Uganda 3 26.03.2016So ich dachte mir, es ist mal wieder Zeit mich aus Uganda zu melden mit den Neuigkeiten bin ichja ein bisschen im Verzug. Mein letzter Eintrag ist mittlerweile schon 3 Monate alt. In dieser Zeit istso einiges passiert.Ende November sind Paul und ich nach Kikondo, einem sehr armen Fischerdorf gegangen, um dortden Kindern im Emmanuelcenter zu helfen. In Kikondo sieht man sehr stark, wie arm Afrika anmachen Stellen ist. Am Viktoriasee liegt dieses kleine Dorf, welches voller Kinder mitBlähbäuchen, Prostitution und Kriminalität ist. Im Emmanuelcenter sind bis 30 Waisenuntergebracht, die auch dort zu Schule gehen. Da nun Ferien waren, sollten wir uns um dieUnterhaltung der Kinder kümmern. Dort hatten wir weder Wasser, noch Internet und nur ab und zumal Strom. Aber zum Glück haben wir uns ein paar Kerzen mitgenommen und hatten zugleich auchein bisschen Weihnachtsstimmung ^^ Uns hat die Arbeit mit den Kindern dort sehr viel Spaßgemacht. Viele Spiele (who is afrait of the lion) und coole Bastelaktionen waren Programm Außerdem haben wir Spenden gesammelt und von diesem Geld einen Sandkasten gebaut.Vormittags haben wir also gebaut und Nachmittags mit den Kinder Programm gemacht. Zum Essengab es Pocho and Beans :D. Die Zeit dort haben wir sehr genossen, da wir eine gute Gemeinschaftund viel Spaß mit den Kindern hatten.In der 3. Woche in Kikondo hab ich dann leider Malaria bekommen. Ich habe schon viel von derKrankheit gehört und wusste, dass sie gut behandelt werden kann. Ich hab also die nötigen Tablettengenommen, doch nach 3 Tagen ging es mir immer noch sehr schlecht. Deswegen habe ich dannnochmal 5 Tage lang Injektionen bekommen, um das Malaria zu bekämpfen. Am Ende hatte sichherausgestellt, dass ich die Stufe 3 von 4 hatte. Gleichzeitig mit der Malaria hatte ich eine ziemlichschlimme Entzündung am rechten Arm. Er war komplett angeschwollen und voller Eiter :D. So istAfrika halt :D. Eine sehr schmerzvolle Behandlung hat dann das Problem gelöst, doch musste ichnoch mehrere Wochen Tabletten deswegen nehmen. Nun ist alles wieder top :D.Das alles ist vor Weihnachten passiert. Und so richtig in Weihnachtsstimmung kommt man bei 30°Cauch nicht, allerdings war das Fest selbst, sehr schön. Wir haben ein paar Familien aus unseremDorf eingeladen und haben mit ihnen gefeiert es war sehr schön, die lachenden Kinderaugen zusehen! Mittlerweile waren wir schon wieder in Kyiunga, also dort wo alle Volis sind. ZuWeihnachten habe ich zwei tolle Pakete voller Süßigkeiten bekommen und eine Tasse alsWichtelgeschenk :DAm 2. Weihnachtstag bin ich dann mit meiner alten Urlaubscrew (Paul, Julie, Lisa) an den LakeBunyuni gefahren, welcher im Süden Ugandas liegt. Es waren wunderschöne 4 Tage dort, an denenwir so richtig runterkommen konnten. Dann kam Silvester, was wir in der Watotochurch inKampala gefeiert haben. Mein erstes Silvester voller Lobpreis! Am 4.1. ging dann die Arbeit wiederlos und wir machten uns wieder an unsere verschiedenen Aufgaben:Daycare, Garten, Putzen und und und.Während ich in Kikondo war, kam in mir aber der Wunsch auf , auch mal auf dem Prayermountainbei Jinja arbeiten zu wollen. Zuerst dachte ich, dass es nicht möglich wäre, doch nach mehreren hinund her und sehr viel Ungewissheit wurde mir schließlich der Weg auf den Mountain geöffnet. EndeJanuar kam ich dann hier her und seit dem bin ich dort. Insgesamt 2 Monate war ich dort, also bisEnde März. Im nächsten Eintrag, werdet ihr dann mehr von meiner Arbeit hier oben erfahren ^^ unddann bin ich schon fast wieder in Deutschland...Falls ihr Fragen habt könnt ihr mich immer gerne kontaktieren Ich wünsche euch noch einenwunderschönen Winter :DAlso liebe Grüße vom Berg und Gottes reichen Segen Micha (es gibt übrigens sehr viele Versionen von meinem Namen für Afrikaner :D kleineKostprobe: Mischak, Misch, Mic, Mica, Mical, Mitscha, Mich, Nicha, Mischi, Mici, Mihi und undund ;D )

31.3.16 14:35, kommentieren

Werbung


Uganda 2

So, es ist mal wieder Zeit, mich aus Uganda zu melden. Wie ihr euch sicher vorstellen könnt, ist in den letzten Monaten so einiges passiert. Zum einen hat sich meine Arbeit hier teilweise geändert. Ich arbeite mittlerweile viel mit Michael, unserem Farmer aus der Schweiz zusammen. 3-4 mal die Woche werde ich bei ihm im Garten eingeteilt und helfe dabei, Bananenbäume zu fällen, zu jäten, zu pflanzen (von Ingwer über Tomaten bis zu Kasawa und noch viel mehr), zu graben und so weiter und sofort. Es kann sehr anstrengend sein in der afrikanischen Hitze, oder auch im strömenden Regen all diese Dinge zu verrichten, aber es lehrt mich in jedem Fall Demut ^^ Außerdem macht es auch viel Spaß mal körperlich arbeiten zu können und sich somit sehr gebraucht zu fühlen. An den restlichen Tagen bin ich jedoch auch mit den Kindern zusammen und kann meine „Vaterrolle“ als fast einziger Junge hier, ausleben. Ich hab gemerkt, dass man(n) als männlicher Volontär in einer besonderen Beziehung zu einigen der Kinder steht und freut sich somit noch mehr mit den Kindern toben zu können. Es ist allerdings auch sehr schön zu sehen, wie sich die Kinder schon in den ersten Monaten und ich bin ja erst 3 hier, weiter entwickelt haben, nur Immy möchte einfach nicht aufhören Dreck zu futtern. Viele von ihnen sind mir schon sehr ans Herz gewachsen und ich freue mich darauf, bald alle kennenzulernen, denn die Ferien stehen an, sodass auch die älteren Kinder bzw. Teenager von den verschiedenen Internaten zurückkehren.Ende Oktober ging es dann für mich und drei anderen Volontären in den ersten Urlaub. Juli, Lisa, Paul und ich hatten eine Kenia, Tansania Reise geplant. Da beide Länder an Uganda grenzen, ist man für afrikanische Verhältnisse nicht sehr lange unterwegs. Allerdings hatte unser Urlaub so einige Hürden parat. Schon der Anfang gestaltete sich als sehr schwierig. Wir warteten bereits 1h und 30 min auf dem Bus im nächtlichen Mukono, als der Bus einfach mal an uns vorbei fuhr. Paul rannte hinterher, um ihn noch zu erwischen und wir anderen 3 verloren ihn bald aus den Augen. Also schnappte ich mir seinen Reiserucksack und wir gingen schnell hinterher. Nur blöd, dass wir Paul verpassten, der uns dann suchte. Wir 3 waren allerdings schon aus Mukono geeilt. Das war mit mehreren Kilo auf dem Rücken eine beachtliche Leistung. Irgendwie haben wir Paul auf einem Boda gefunden. Er teilte uns mit, dass wir ihm folgen sollten, um den Bus noch erreichen zu können. Wir suchten uns alle eins und fuhren dem Bus hinterher. Nebenbei hatte es zum allem Überfluss auch noch angefangen zu regnen. Irgendwann, wir waren schon länger unterwegs, kam dann die Nachricht, dass wir den Bus nicht mehr erwischen können. Enttäuscht, aber doch mit einer erstaunlichen Ruhe darüber machten wir uns also wieder auf den Heimweg. Man kann sich bestimmt gut vorstellen, wie fertig wir an diesem Abend waren, denn ein gelungener Start in einen wohlverdienten Urlaub (ich hab ja immerhin schon einen Monat gearbeitet :D ) sieht anders aus.Am folgenden Tag machten wir uns auf die Suche nach dem nächsten Bus Richtung Nairobi. Die Hauptstadt war auch beim ersten Versuch unser Ziel, doch diesmal sollte sie nur zur Durchreise genutzt werden. Wir wollten so schnell wie möglich nach Arusha, was schon wieder in Tansania liegt. Diesmal klappte alles nach Plan und wir waren sehr froh in eben dieser Stadt anzukommen. Von hier aus starteten wir unsere Safaris. Wir sahen an den beiden Tagen nahezu jede afrikanische Tierart. Über Zebras, Hyänen, Gnus und auch Löwen war alles dabei. Nur Leoparden und Eisbären, die wir wirklich sehr gerne gesehen hätten wurden uns verwehrt. Nach diesen schönen Erlebnissen und Eindrücken ging es Richtung Sansibar, eine Insel vor dem Festland Tansanias. Dafür flogen wir zuerst nach Daressalam. Dort wartete das nächste Abenteuer auf uns, da nach einer sehr langen Nacht Julis Kreditkarte eingezogen wurde. Doof gelaufen. Lisa und Juli fuhren 4 mal in die Innenstadt um das Problem mit den Banken zu klären, während Paul und ich auf das Gepäck aufpassten. Die beiden landeten schließlich beim Headmaster der Bank, der unser Problem sofort lösen konnte. Da wir durch diesen Zwischenfall viel Zeit verloren hatten, entschlossen wir und mit einer kleinen Propellermaschine nach Sansibar zu fliegen. Auf Sansibar selbst hatten wir eine sehr schöne Zeit, doch nach 10 Tagen ging es wieder nach Uganda zurück. Es war ein wirklich sehr schöner Urlaub, der mit vielen Abenteuern bestückt war. Wir waren aber auch froh wieder in die Volifamilie zurück zu kommen. Diese hat sich in letzter Zeit stark verändert, da viele alte Volis nach Hause geflogen sind, aber noch viel mehr Neue sind dazugestoßen. Kaum zu glauben, dass ich jetzt schon ins Mittelfeld gehöre ^^ Ein weiteres sehr cooles Erlebnis, war der Besuch in einem ugandischen Stadion. Die Nationalmannschaft spielte gegen Togo. Als „Muzungus“ (weiße) waren wir natürlich sehr auffällig. Am nächsten Tag landeten wir sogar in der Zeitung. Im Stadion war es sehr sehr laut. Die Vuvuselas und viele Tröten wurden sehr gerne genutzt, sodass eine Geräuschkulisse krassen Ausmaßes entstand. Dass Uganda auch noch 3:0 gewann, senkte natürlich nicht die Lautstärke. Ich bin sehr froh, dass ich bis jetzt fast immer gesund war. Nur an ein oder zwei Tagen konnte ich nicht arbeiten. Dafür bin ich Gott wirklich sehr dankbar. (während ich dies schreibe habe ich seit einer Woche Malaria und einen sehr komisch entzündeten Arm, aber mehr davon beim nächsten Brief) Das wars jetzt auch schon aus Uganda. Wenn ihr fragen habt, könnt Ihr mich gerne jederzeit anschreiben. Im nächsten Rundbrief werde ich von meiner Zeit in Kikondo, einem kleinen und sehr armen Dorf berichten, in welchem ich für 3 Wochen leben werde, um mit den Kindern dort zu arbeiten.Bye bye und Gottes reichen Segen an euch alle!Euer Micha

11.1.16 17:59, kommentieren